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Donnerstag, 11. November 2010

Bessere Beratung und Begleitung bei Pränataler Diagnostik in Bayern

durch DONUM VITAE • Lebenshilfe • Körper- und mehrfachbehinderte Menschen

 

München, 11.11.10 „Unter anderen Umständen schwanger” lautete das Projekt von DONUM VITAE in Bayern e.V., der Lebenshilfe in Bayern e.V. und dem Landesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V., das nach 5 Jahren Kooperation in das dauerhafte Beratungsangebot von DONUM VITAE übernommen wurde.  

DONUM VITAE in Bayern e.V. will werdenden Eltern helfen, besser mit pränatalen Untersuchungen und deren Ergebnissen umzugehen. Dazu hat der Verein in den vergangenen fünf Jahren Mitarbeiterinnen an allen Beratungsstellen fortgebildet und mit Behindertenverbänden ein interdisziplinäres Netzwerk aufgebaut. "Die Schwangerenberatung geht nicht nur bis zur Geburt, sondern lange darüber hinaus, wenn das behinderte Kind da ist", erklärte Projektleiterin Rita Klügel.

Während der Schwangerschaft können alle werdenden Eltern eine psychosoziale Beratung bei DONUM VITAE in Anspruch nehmen. Die Beratung im Zusammenhang mit Pränataler Diagnostik richtet sich gezielt an Paare, vor einer vorgeburtlichen diagnostischen Untersuchung, vor allem aber an jene Eltern, bei denen möglicherweise ein behindertes Kind erwartet wird. Die Zahl dieser Beratungen hat sich in den vergangenen fünf Jahren bei DONUM VITAE verdoppelt.

Die Zusammenarbeit mit den Behindertenverbänden soll im Falle eines behinderten Kindes eine zeitnahe Frühförderung ermöglichen. Diese sei ein "wichtiger Grundpfeiler bei der Entwicklung", unterstrich Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Vorsitzende der Lebenshilfe in Bayern. Paare, die sich für ein behindertes Kind entschieden hätten, bräuchten ein positives Umfeld. "Es darf nicht sein, dass der Mensch an dem festgemacht wird, was er kostet", erklärte Stamm.

Die Landesvorsitzende von DONUM VITAE in Bayern e.V., Maria Eichhorn, sieht im Angebot der speziellen psychosozialen Beratung vor und nach PND eine Hilfe für die Ärzte und forderte diese auf, rege Gebrauch davon zu machen.